
1 Woche · vom Segelschein zum souveränen Skipper
Führen. Planen. Entscheiden. Verantworten. Eine Woche intensives Skipper-Training rund um die Kanaren.
Die Vollendung und Perfektionierung deiner Skipperausbildung — der Skipperkurs. Der letzte Baustein auf deinem Weg zum Skipper, damit du mit allen Wassern gewaschen bist.
Bei meinen Skipperkursen lernst und übst du verschiedene Hafenmanöver, Ein- und Ausparken und wie du das Schiff auf engem Raum adrenalinfrei bewegst. Darüber hinaus lernst du, wie man eine Crew führt, worauf du bei der Schiffsübergabe achten musst, wie du eine gute Sicherheitseinweisung gibst, Starkwindsegeln in der Praxis, MOB bei schwerem Wetter — und vieles mehr.
Du lernst vor allem das praktische Führen einer Yacht samt Crew – mit viel eigener Praxis bei Hafen- und Segelmanövern, Passage Planning, Pilotage und Funkkommunikation mit den Häfen.
Der Ablauf ist ungefähr so:
Samstag: Treffen, Einkaufen und Bunkern, Kojen beziehen, erstes Briefing und gemeinsames Abendessen.
Sonntag: Safety Briefing, Hafenmanöver, anschließend Debriefing und weitere Planung.
Montag: Das ist ein besonders spannender Tag: Jeder Teilnehmer führt selbst eine kleine Passage von einem Hafen zum nächsten – inklusive Planung, Crewführung, Navigation sowie Ein- und Auslaufen. Bei vier Teilnehmern sind das vier verschiedene Passagen und Häfen. Im vierten Hafen bleiben wir über Nacht.
Dienstag: Starkwindsegeln von Teneriffa Richtung La Gomera mit verschiedenen Segelmanövern unterwegs.
Mittwoch: Ankermanöver und weitere Manöver, anschließend Segeln.
Donnerstag: Passage nach San Sebastián. Unterwegs Ankerstopps, Passage Planning und Pilotage. Jeder Teilnehmer plant dabei selbst einen geeigneten Ankerplatz.
Freitag: Rücküberfahrt nach San Miguel – je nach Bedingungen wieder mit ordentlich Wind.
Der genaue Ablauf kann natürlich je nach Wetter und Bedingungen variieren – das echte Revier entscheidet letztlich über den Törn.
Im Einzelnen werden wir aus folgende Themen einige in der Praxis besprechen und Üben
Schiffsübergabe beim Vercharterer Bei der Schiffsübergabe gibt es einige Punkte, auf die du genau achten musst. Segeln ist ein Sport, bei dem sich viel um Sicherheit und Risikominimierung dreht. Als Skipper trägst du die Verantwortung für Schiff und Crew — und um diese Verantwortung übernehmen zu können, musst du erst einmal wissen, wo die Risiken liegen.
Es gibt beispielsweise viele Löcher im Schiff, die absichtlich hineingebohrt und mit Seeventilen versehen wurden. Du musst als Skipper wissen, wo alle Seeventile sind und wie du sie auf Funktion und Sicherheit prüfst. Ebenso: Wo befindet sich die Sicherheitsausrüstung, wie wird sie gehandhabt, wie kontrolliere ich Motor und Getriebe. Eine aufmerksame Schiffsübergabe schützt am Ende auch deine hinterlegte Kaution. Im Skipperkurs bist du von Anfang an bei der Übergabe dabei und involviert.
Sicherheitseinweisung der Crew Nach der Schiffsübergabe kennst du bereits einige Gefahrenquellen an Bord. Jetzt geht es darum, die Crew entsprechend einzuweisen: Feuer, Wassereinbruch, MOB, sichere Handhabung der Winschen, Umgang mit Landleinen. Während des Skipperkurses gibt es jeden Morgen ein anderes Thema — so kann jeden Tag ein anderer Teilnehmer eine Sicherheitseinweisung geben.
Passage Planning / Routenplanung Bevor du die Segel setzt, gehört eine saubere Routenplanung dazu — teilweise sogar gesetzlich vorgeschrieben. Die drei wichtigsten Regeln lauten: Wetter, Wetter, Wetter. Ausgangs- und Zielhafen, Abfahrtszeit, Distanz, Dauer, erwartete Ankunft — daraus ergibt sich, was Schiff und Crew zu erwarten haben. Vertrauen und Sicherheit ausstrahlen sind die wichtigsten Eigenschaften eines Skippers. Während des Skipperkurses hat jeder Teilnehmer an einem Tag die Möglichkeit, die Routenplanung zu übernehmen.
Schiffshandhabung auf engem Raum Bevor du ans Anlegen denkst, musst du wissen, wie sich ein Segelschiff auf engem Raum verhält: Rückwärtsfahren, Slalomfahren, Drehen auf der Stelle. Erst wenn die einzelnen Komponenten sitzen, fügen wir sie zu komplexen Manövern zusammen — und erst wenn wir das auf einem sicheren Spielplatz geübt haben, gehen wir in den Hafen. Ich kenne die geeigneten Übungsflächen, wo jeder Teilnehmer ausgiebig üben kann.
Hafenmanöver — Ein- und Ausparken Damit ein Hafenmanöver gelingt, muss die Crew informiert und vorbereitet sein. Jedes Anlegen stellt andere Anforderungen an Landleinen, Fender und Reihenfolge. Ebenso wichtig: dass die Crew sicher an Land oder auf den Steg kommt. Ein gut vorbereitetes Anlegemanöver ist fast schon ein Garant für ein gelungenes Manöver. Beim Skipperkurs ist das der Schwerpunkt — jeder Teilnehmer bekommt ausgiebig Gelegenheit zu üben.
Schwerwetter / Starkwind (> 6 Bft) Segeln Was ist eigentlich Starkwind, was Sturm? Ab 9 Bft redet man von einem Sturm — doch entscheidend ist weniger die Zahl als die Ausrüstung des Schiffs: Wie viele Reffs, Rollgross oder klassisch, Sturmfock oder Trisegel? Die Strategie hängt von der Ausrüstung ab. Da wir den Skipperkurs in einem echten Starkwindgebiet durchführen, schnuppern wir gezielt in die Starkwindzonen hinein: Reffen unter Last, verschiedene Kurse zum Wind, nachlaufende See, Risikominimierung.
Abwettern / Seeanker Wenn nichts mehr geht, brauchst du eine Strategie zum Abwettern. Wir besprechen mehrere Möglichkeiten und riggen einen Seeanker mit allen notwendigen Leinen auf, bringen ihn aus, erleben die Ruhe im Sturm und holen ihn bei Starkwind wieder ein.
Boje über Bord bei Starkwind Die MOB-Strategien vom See sind für das Meer nicht geeignet, erst recht nicht bei Starkwind. Wir besprechen verschiedene Strategien und üben eine davon — jeder Teilnehmer bekommt die Chance, das Manöver selbst zu fahren.
Für wen der Kurs ist Für Segler, die den Schein haben, aber sich noch nicht als Skipper fühlen. Als Ergänzung empfehle ich das Hafenmanöver-Training am Bodensee und den Meilentörn Kanaren.
Fair Winds, Robin
Für Segler, die den Schein haben, aber sich noch nicht als Skipper fühlen.
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